Tarifvertrag öffentlicher dienst nrw kirche

Bei den Gewerkschaften ist das Tarifverhandlungssystem sowohl auf den verschiedenen Verhandlungsebenen als auch horizontal koordiniert: Die Akteure innerhalb desselben Sektors kommunizieren zwischen den Unternehmen, den sektoralen und zentralen Organisationen, um ihre branchenbezogenen Interessen zu fördern. Die horizontale Koordinierung ist ebenfalls von Bedeutung: Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren ist in den stark zentralisierten nationalen Organisationen stark. In der Tarifrunde 2017-2018 war die sektorübergreifende Koordinierung jedoch schwieriger, da vor den sektoralen Verhandlungen keine Zentrale ausgehandelt wurde. KT macht jedoch deutlich, unter welchen Bedingungen der neue Tarifvertrag formuliert werden soll. «Grandiose und störende Anforderungen sind eine Bedrohung für das Wohlergehen der Finnen und lebenswichtigen Dienste», so KT am 17. März. Fp-CGIL räumt ein, dass solche Ergebnisse nur dank der Mitglieder- und Gewerkschaftsvertretermobilisierung an jedem Arbeitsplatz möglich sein könnten. «Gemeinsam haben wir ein wichtiges Ergebnis erzielt, das löhne, Rechte und Verhandlungen gleichzeitig anspricht und in allen dreien konkrete Fortschritte markiert. Der neue Tarifvertrag beendet dieses zehnjährige Einfrieren-Kapitel ein für alle Mal und treibt uns voran, indem er den Wert all jener Arbeitnehmer anerkennt, die jeden Tag öffentliche Dienstleistungen für alle erbringen», schloss der FP-CGIL-Generalsekretär. Zu den wichtigsten Gesetzen für Arbeitsmarktorganisationen und Tarifverhandlungen gehören das Tarifvertragsgesetz, das den Rahmen für das Tarifsystem festlegt, sowie das Gesetz über die Mediation in Arbeitsstreitigkeiten und das Gesetz über das Arbeitsgericht zur Beilegung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit den Tarifverträgen. Die Arbeitsmarktgesetzgebung wird dreiseitiger Weise ausgearbeitet, einschließlich der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Das Landesarbeitgeberamt (VTML) verhandelt und schließt Tarifverträge für die 74.000 mitarbeiterlichen Mitarbeiter.

Der Bericht des Ministeriums für Wirtschaft und Beschäftigung ,,Abdeckung von Tarifverträgen im Jahr 2014″ (Ahtiainen, 2016) ist eine relevante nationale Quelle. Der Bericht enthält eine andere Berechnung der Organisationsdichte der Arbeitgeber, die zwischen 73 % (2008) und 75 % (2014) bis 62,6 % (2008) und 66,2 % (2014) reicht. Die letztgenannten Zahlen sind mit denen vergleichbar, die das ECS in der obigen Tabelle gemeldet hat. Alle Qualitätsrankings für öffentliche Dienstleistungen in Finnland liegen über dem EU-28-Durchschnitt. Besonders gut schneiden die Qualität des Bildungssystems (8,3 auf einer Skala von 1 bis 10, am höchsten unter den EU28-Ländern), Kinderbetreuungsdienste (7,9, nahe an der Spitze Malta mit 8,0) und Gesundheitsdienste (7,6, nahe an der Spitze Österreichs mit 8,0). Die am schlechtesten abschneidenden öffentlichen Dienstleistungen sind Langzeitpflegedienste (6,7), öffentlicher Verkehr (6,9) und sozialer Wohnungsbau (6,9). Das staatliche Rentensystem rangiert in der EU28 im Durchschnitt niedrig (5,0), in Finnland jedoch mit durchschnittlich 7,0 ein recht positives Rating. Helsinki (19.03.2020 – Heikki Jokinen) Die Coronavirus-Pandemie wirkt sich auch auf die laufende Tarifrunde aus. Vereinbarungen in der Industrie und im privaten Dienstleistungssektor sind mehr oder weniger entscheidungsreif, aber im öffentlichen Dienst sehr offen.

Mehrere Tarifverträge für den öffentlichen Dienst laufen Ende März aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird die Wirtschaft des öffentlichen Sektors in naher Zukunft vor großen Herausforderungen stehen, was die Verhandlungen nicht einfacher macht.

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